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Elektronische Seekarten
Die Kartenbasis sind offizielle Papier Seekarten der
Hydrografischen Institute zum Teil ergänzt durch
Sportbootkarten veschiedener Hersteller.
Diese Papierkarten werden digitalisiert.
Dabei gibt es zwei Verfahren:
1. Rasterkarten
Dieses Verfahren scannt die Karten ein und legt ein Längen- und
Breitengred Netz über die Karte. Da dieses Verfahren einfach zu realisieren
ist, sind diese Karten auch die günstige Variante und für den
Einstieg sehr gut geeignet. Da sie genau so aussehen wie die Papierkarten
kann man sehr intuitiv damit arbeiten.
Kartenhersteller :
- Maptech / Kartenformat BSB oder BSB4
- Delius Klasing / eigenes Kartenformat
Softwarehersteller:
- Maptech Chart
Navigator
- Raymarine Raytech
Navigator
- MaxSea
- Fugawi
Ein Nachteil dieses Verfahrens ist, dass man zwischen den Karten und
Maßstäben umschalten muss (Fugawi).
Vom Übersegler in die Detailkarten und in den Hafenplan, wie von den
Papierkarten her bekannt.
Einige Programme wechseln automatisch in die Karte mit dem besten Maßstab
(Maptech).
Das bedeutet, dass bei Annaherung an die Küste die Detailkarten automatisch
aufgerufen werden.
Einige Programme stellen auch die Detailkarten in dem Übersegler
dar, wenn ein entsprechender Maßstab gewählt wurde (MaxSea
& Raytech
& Maptech).
Wenn Sie in diese Karten hineinzoomen weden die Informationen, wie
Zahlen, Linien und Tonnen natürlich immer größer.
2. Vektorkarten
Von den Papierkarten werden die Informationen per Hand abgenommen,
wie Tonnen, Tiefenlinien, Küstenlinien, Seezeichen, Sperrgebiete usw.
Diese Informationen werden mit der Position zusammen gespeichert. In der
Datenbank steht dann z.B. "rote Tonne, 54°N 12°E". Wenn der Kartenbereich
aufgerufen wird, zeichet das Programm die Tonne an der Position ein. Wenn
Sie nun hineinzoomen wird die Tonne immer an der selben Position in der
selben Größe eingezeichnet. Diese Technik erlaubt auch Informationen
ein- oder auszublenden. Wenn Sie die Karte verschieben werden Sie fast
keine Übergänge zwischen den Papier-Basiskarten sehen. Sie müssen
die Karten nicht wechseln, sondern bewegen sich auf einer Karte. Durch
die aufwendige Herstellung sind diese Karten teurer als Rasterkarten.
Kartenhersteller:
C-Map
Navionics
Transas
Softwarehersteller:
MaxSea
Raymarine Raytech
Transas Tsunamis
2a Vektorkarten für Seekartenplotter
Diese Vektorkarten werden auch in Seekartenplottern auf Speichermodulen
verwendet (Navionics
& C-Map).
Im Laufe der Zeit sind auch hier verschieden Versionen weiterentwickelt
worden, was häufig zu Verwirrungen führt. Eine Übersicht
finden Sie hier.
C-Map
C-Map CF85 Module (ab 1985), C-Map NT 95 Module (ab 1995), C-Map
NT+ Module (ab 2001), C-Map
CM93 CDs (ab 1993)
Navionics
Microcharts
(Scheckkartengröße ab 1985), Navcharts
(ab ca. 1994), Gold
Charts (auf CF, MMC & SD Speichern ab 2001), Magellan
BlueNav
Transas
Garmin
BlueChart
Bitte lesen Sie deshalb im Handbuch genau nach welche Speichermodule
Sie benötigen, oder fragen Sie uns.
Allgemeines
Die Informationen der Papierkartengrundlage sind schon fehlerhaft,
sodaß die digitalen Karten auch nicht besser sein können. Viele
Karten sind vor 30, 50 oder mehr Jahren mit den damaligen Mitteln vermessen
worden und enthalten fehlerhafte Positionen. Durch die heutige GPS Technik
ist eine Genauigkeit von ca. 10m erreicht worden, die bei den alten Vermessungen
und Druckstöcken natürlich nicht gegeben ist. So wurde z.B. erst
2002 die letzte von Kaptain Cook erstellte Karte von Neuseeland neu vermessen
und neu aufgelegt.
Das heisst für die Praxis, dass Sie sich nie auf eine elektronische
Karte an Bord von Sportbooten verlassen können. Abweichungen von 100-300m
sind nicht selten. Der Ausguck, die Papierkarte und die Sorgfalt in der
Navigation helfen hier weiter.
Natürlich werden die elektronischen Karten immer weiter verbessert
und Änderungen eingearbeitet. Die weltweiten Seekartendatenbanken
der einzelnen Firmen werden so ca. alle 2 - 4 Jahre reihum überarbeitet.
Es kann aber vorkommen, daß Sportboothäfen schon 3 Jahre in
Betrieb sind und noch nicht in die Karten eingeflossen sind. Andererseits
können auch einige Änderungen (z.B. NfS Mitteilungen o.ä.)
schneller eingearbeitet werden.
Allgemein gilt auch, dass abgelegene Gebiete weder in den Papierseekarten
noch in den elektronischen Seekarten so gut erfasst sind wie häufig
befahrene Gebiete.
Die bemerkten Fehler können an die Kartenhersteller gemeldet werden
und fließen dann in folgende Versionen ein. Navionics
bietet ein Formular dafür an.
Entwicklung
Durch die inzwischen weite Verbeitung ist der Preis für die Karten
in den letzten Jahren deutlich gesunken. Duch schnellere Rechner und größere
Speicherchips werden die Seegebiete immer größer, so bieten
Navionics XL9
Karten und C-Map Mega Wide Module
an. Die Abdeckung mit Rasterkarten wird jährlich erweitert und verbessert.
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